News
Was hat sich bisher getan?
16.1.2026
Es macht sprachlos: Am 7. Januar wurde ein zweiter Mast auf demselben Grundstück errichtet! Diesmal von der Telekom und (zunächst noch) ohne 5G-Modul. Der Funkmast ist 25 Meter hoch und von dem anderen Mast nur 30 Meter entfernt. Er steht nahe an einem Wohnhaus und einer Außen-Öl-Heizanlage. Die Frage, die wir uns stellen, lautet: Wird dann der 5G-Mast von Vodafone ebenfalls stehenbleiben, obwohl er im März abgebaut werden sollte? Die Strahlung hat sich verdreifacht. Heute von uns durchgeführte Messungen zeigen, dass der Wert die Million Mikrowatt/m² übersteigt! Vom Nachbargrundstück aus lassen sich 1,3 Mio. messen, und von der gegenüberliegenden Weserseite aus sogar 2,5 Millionen Mikrowatt/m². Wir haben uns erneut an die Bundesnetzagentur gewandt und um eine Standortüberprüfung gebeten.
29. Juli 2025
Auf Nachfrage kam erst jetzt eine Antwort von der Bundesnetzagentur. Die Überprüfung hatte bereits im Januar stattgefunden. Das Ergebnis: Der Lageplan ist immer noch fehlerhaft, aber man könne dies nicht korrigieren, da kein Zugang zu diesem Bereich möglich ist. Das heißt übersetzt: Man kann und will nichts mehr gegen die Nähe zum nächsten Wohnhaus tun. Ansonsten seien keine Abweichungen festgestellt worden, hieß es. Auch die Werte lägen unter dem Grenzwert. Bei letzterem wissen wir, dass die Grenzwerte zu hoch angesetzt sind! Denn die Auswirkungen der EM-Strahlung spüren wir direkt. Eines unserer Mitglieder leidet inzwischen unter Herzrhythmusstörungen, vom Arzt bestätigt.
Wir hatten auch darauf hingewiesen, dass gerade Dachdecker- und Bauarbeiten auf dem Gelände, auf dem der 5G-Mast steht, durchgeführt werden, obwohl der Bereich aus Sicherheitsgründen nur von Vodafone-Personal betreten werden darf. Auch da wurden wir vertröstet: Dafür sei das Gewerbeamt zuständig. Alles in allem sehr frustrierend. Alle anderen Versuche, gegen den Mast zu kämpfen, sind ins Leere gelaufen. Man kann nur noch durchhalten, bis der Mast im März 2026 abgebaut wird, oder wegziehen. Die Politik betrachtet das Aufstellen und den Ausbau der Funkantennen inzwischen als zentrale Aufgabe für die künftige digitale Gesellschaft und kümmert sich nicht um die Gesundheit der Bevölkerung. Auch werden jegliche Studien, die zu ganz anderen Ergebnissen als die öffentlichen Stellen kommen, ignoriert. Es ist wirklich eine Schande!
5. Februar 2025
Laut einer Mitteilung von der Bundesnetzagentur hat Vodafone am 7. November 2024 erneut eine Standortbestätigung erhalten. Gleich darauf ging die Strahlung wieder in die Höhe. Wir hatten das irgendwann im Laufe des Novembers gemerkt, als wir wieder mal gemessen hatten. Die Strahlung war von moderat/hoch auf extrem (rot blinkend) gestiegen! Eine Zeitlang hatten wir das beobachtet, und weil die Sendeleistung so hoch blieb, wendeten wir uns im Dezember erneut an die Bundesnetzagentur. Sie antwortete am 6. Januar mit demselben Text wie damals: dass die Mängel beseitigt wurden und die maximale Sendeleistung reduziert wurde. Da sie nun aber wieder hoch ist, will die Bundesnetzagentur den Standort erneut überprüfen und sagt uns Bescheid, sobald Ergebnisse vorliegen.
1. Oktober 2024
Wir haben erneut bei der Bundesnetzagentur nach Details gefragt und erfahren, dass Vodafone von Anfang an falsche Angaben gemacht hat. Zum Beispiel wurde der Radius das Standortes zu groß angegeben. Auch die Gebäudehöhen wurden falsch beziffert, weshalb Wohngebäude zu nahe am Mast stehen und die Sicherheitsabstände nicht eingehalten wurden. Vodafone hat jetzt einen neuen Antrag gestellt. Dabei wurden die Mängel offensichtlich "beseitigt". Natürlich kann kein Wohnhaus einfach mal eben verschoben werden, noch wurde der Mast verschoben . Und doch wurden die benannten Mängel beseitigt. Das heißt, dass dieser Ausgleich nur über die Verringerung der Sendeleistung erfolgt sein muss. Denn wie wir seit Wochen gemessen haben, ist die Strahlung zurückgegangen: von extrem auf hoch bis moderat. Das ist also offensichtlich die Korrektur. Trotzdem schreibt die BNA davon, dass daneben noch die Firsthöhe und der Radius korrigiert wurden. Dies geschah wohl, indem Teile des Systems außer Betrieb gesetzt wurden. Es gab außerdem eine Anhörung und Vodafone erwartet eine Strafgebühr. Zudem wurde ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren gegen Vodafone eingeleitet. - Es hilft also doch, etwas zu tun, und durch unsere Arbeit wurden die Mängel entdeckt und die Strahlung reduziert. Wir hoffen, dass Vodafone durch den Zwang, die Sendeleistung reduzieren zu müssen und Auflagen zu erfüllen, den Standort aufgibt! Leider haben wir aber auch erfahren, dass nach Ablauf der zwei Jahre ein anderer Nachbar einen Ersatzmast auf seinem Dach erlauben will - am fast selben Standort.
23. August 2024
Es kam nun endlich, nach drei Monaten, Antwort von der Bundesnetzagentur. Sie waren vor Ort, um den Standort zu prüfen. Auch die Strahlung hatten sie vor einiger Zeit gemessen. Dazu sind sie auch auf das andere Weserufer gegangen und haben dort ihr Messgerät aufgestellt, was wir vor Ort gesehen haben. Nun kam die Antwort. An den Grenzwerten war nichts zu beanstanden. Natürlich, denn die Grenzwerte sind ja viel zu hoch angesetzt und werden von keinem Mast überschritten. Doch am Standort selber wurden tatsächlich Mängel festgestellt. Einen Teil davon hat Vodafone wohl schon beseitigt. Aber auch die Bauzeichnung und der Lageplan waren fehlerhaft. Dadurch wurde der kontrollierbare Bereich nicht eingehalten. Es geht wohl um die Gebäude, die zu nahe an dem Mast stehen. Weiter heißt es in dem Schreiben, dass Folgeschritte eingeleitet wurden. Dies bedeutet vermutlich, dass der Grundstücksinhaber die Gebäude, die sich auf seinem Gewerbegrundstück befinden, abbauen oder abreißen muss. Tut er das nicht, muss der Mast entfernt werden.
3. Juni 2024
Der Deichverband hat uns eine Antwort gegeben, die leider nicht positiv für uns ausfällt. Denn als er um Stellungnahme zur Errichtung eines temporären Mobilfunkmastes an der Kleinen Weser gebeten wurde, hatte er "grundsätzlich keine Bedenken" dagegen. Begründung: Der Funkmast bleibt nur 2 Jahre dort stehen, und danach wird der Deich umgebaut und müsste sowieso entfernt werden. - Was uns dabei mißfällt: 2 Jahre sind schon zuviel! Das sind 48 Monate ununterbrochene Strahlung, die die Zellen krank machen. Wie wird es uns in 2 Jahren gehen ??
31. Mai 2024
Inzwischen haben wir uns an die Naturschutzbehörde gewandt, da wir hier im Naherholungsgebiet wohnen, wo durch die Funkstrahlung Tiere, Vögel, Brutstätten und Insekten in Gefahr sind. Desweiteren haben wir an die Bundesnetzagentur geschrieben, da nicht nur die Strahlung hoch ist, sondern auch die Abstände zu Nachbarhäusern zu gering sind. Der Petitionsausschuss des Bundestages hat den Erhalt der Petition bestätigt. Und wir sind weiter am Flugblätter verteilen, damit mehr Leute auf unsere Unterschriftensammlung aufmerksam werden. Bisher haben 94 Menschen unterschrieben. Es müssen mehr werden!
19. Mai 2024
Heute startete unsere Online-Petition, mit der wir Unterschriften sammeln wollen, um sie, wenn nötig den Behörden vorlegen zu können. Außerdem ist eine e-Petition an den Deutschen Bundestag und eine Petition an die Bremische Bürgerschaft gegangen.
7. Mai 2024
Wir hatten heute unser erstes Treffen und haben unsere Bürgerinitiative gegründet. Bisher haben wir leider noch nicht viel erreicht. Der mehrfache Kontakt zum Bauamt ergab leider keinerlei Fortschritt, denn das Bauamt geht davon aus, dass Fernsprechanlagen keinerlei Baugenehmigung bedürfen. Auch darf jeder wie er will anscheinend auf seinem Gewerbegrundstück einen Mast aufstellen und damit Geld verdienen, ob er nun der Nachbarschaft damit schadet oder nicht. Der Neustädter Beirat ist informiert und ist ebenso besorgt wie wir. Als nächstes wenden wir uns an den Deichverband und die Naturschutzbehörde.